Was hinter dem Programm steht und wie die Antragstellung der Projekte abläuft.
Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ zeigt durch eine Vielzahl an Projekten, wie es gehen kann. Dazu braucht es eine Struktur, und hier zeigen wir Euch, wie die aussieht und vor allem, wie Ihr MITMACHEN könnt:
In der Partnerschaft für Demokratie Stadt Weißwasser/O.L. – und in allen anderen Partnerschaften auch – kommen Verantwortliche aus der kommunalen Politik und Verwaltung und Aktive aus der Zivilgesellschaft zusammen. Sie handeln auf lokaler Ebene, um Demokratie und Vielfalt zu fördern und Extremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit zu reduzieren.
Das geschieht durch Projekte, die Ihr anschieben und umsetzen könnt. Die Koordinierungs- und Fachstelle (KuF) unterstützt Euch bei der Beantragung. Diese Anträge werden dann durch das Bündnis geprüft und bewertet. Eine positive Bewertung sollte zu einer Bewilligung durch die Stadtverwaltung führen.
Ein persönliches Antragsgespräch ist vor Antragseinreichung zwingend erforderlich.
Projektunterstützung
Woher kommt das Geld für die Projekte eigentlich?
In ganz Deutschland werden Kommunen mit Partnerschaften für Demokratie vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! unterstützt. Dazu werden den geförderten Kommunen jährlich Gelder für demokratiefördernde Projekte zur Verfügung gestellt. Teilnehmen können alle, die sich für Toleranz, Meinungsfreiheit und Demokratie einsetzen. Anträge zur Durchführung von Projekten zu den Programmzielen können von gemeinnützigen Vereinen, Kirchen, gGmbHs und Stiftungen gestellt werden, wobei Antragsteller ohne Organisation weitervermittelt werden.
Das sind unsere Ziele
Mehr Menschen beteiligen sich aktiv
Handlungsziele:
Vorschläge zur Stadtgestaltung Kinder- und Jugendbeteiligung Partizipative Medienprojekte
Lösungen für lokale Herausforderungen
Handlungsziele:
Demokratisches Werteverständnis Toleranz und Meinungsvielfalt Dialogangebote
Gibt es schon eine Idee, die spannend klingt und zum Thema passt?
Ihr wisst noch nicht wirklich, in welche Richtung es gehen könnte, aber möchtet gern mitmachen? Dann schaut doch mal im Rückblick auf unsere vergangenen Projekte , ob was dabei ist. Dort gibt es auch ein paar Beispiele. Denn es muss nicht gleich der ganz große Wurf mit Festival und Co. sein. Auch ein Kunstprojekt oder eine Diskussionsrunde sind Teil der demokratischen Auseinandersetzung, wenn mehr als 1 Person daran beteiligt ist. Traut Euch, was auszuprobieren, was ihr schon immer mal machen wolltet.
Weißwasser spricht sich aus – Gesichter der Demokratie
Was bedeutet Demokratie für Sie persönlich …
…und wie können wir gemeinsam unsere Gesellschaft so gestalten, dass sie auch für zukünftige Generationen ein Ort des Respekts, des Miteinanders und der Freiheit bleibt ?
„Mit 17 Jahren erlebte ich, wie die Mauer fiel, und die ganze Welt schien mir offen zu stehen. Durch den Eishockeysport habe ich nicht nur Europa erkundet, sondern auch gelernt, dass ein Team, vielfältig wie die Geschichten in einem Buch, gemeinsam zu Höchstleistungen fähig ist. Unsere Mannschaft, ein Mosaik aus Geschichten und Träumen, zeigt: Vielfalt ist unser stärkstes Eis. Die Lausitz, oft im Schatten des Tagebaumonds gedacht, ist in Wahrheit ein Ort, der Herzen erwärmt. Spieler aus fernen Ländern finden hier ein Stück Heimat, und unser Kapitän sieht seine Zukunft in diesem Flecken Erde, wo Veränderung im Wind liegt. Heute, in einer Zeit voller Herausforderungen, ist es unsere Aufgabe, Brücken zu bauen, die über die scheinbaren Gräben unserer Gesellschaft und der Zweifel führen. Es geht nicht um Ausgrenzung, sondern um das Zusammenführen von Stimmen. Mein Traum einer Sportakademie in Weißwasser ist ein Ruf nach Morgen, ein Platz, wo junge Talente nicht nur sportlich, sondern auch im Geiste der Offenheit und des Miteinanders wachsen können. Lassen Sie uns gemeinsam eine Zukunft gestalten, in der Dialog und Verständnis die Grundpfeiler unseres Zusammenlebens bilden. Eine Zukunft, in der die Lausitz und ihre Menschen stolz auf ihre Vielfalt und ihre Gemeinschaft sein können.”
Dirk Rohrbach
Geschäftsführer
„In unserer Bemühung, die Demokratie lebendig und zukunftsweisend zu gestalten, stellen wir uns der zentralen Frage, welche Rolle sie im Leben jedes Einzelnen spielt. Ein Schlüsselelement dabei ist, Dialogräume zu öffnen, die über politische und gesellschaftliche Gräben hinwegführen und es uns ermöglichen, auch diejenigen zu erreichen, die sich von demokratischen Prinzipien entfernt haben. Die Tendenz, bestimmte Gruppen auszugrenzen, mag verständlich erscheinen, doch riskieren wir dadurch, die Chance zu verpassen, genau die Menschen im Gespräch zu gewinnen, die essenziell für den demokratischen Prozess sind – das können unsere Nachbarn sein, Vereinskollegen und Familienmitglieder. Durch unser Engagement in der Partnerschaft für Demokratie in Weißwasser/O.L. demonstrieren wir, wie entscheidend Vielfalt und unterschiedliche Perspektiven für eine starke Demokratie sind. Unser gemeinsames Ziel ist es, eine Gemeinschaft aufzubauen, in der demokratische Werte durch aktiven Dialog, Offenheit und das Engagement aller Beteiligten zum Ausdruck kommen.”
Manuela Thomas
Geschäftsführerin
„Demokratie bedeutet vor allem das moderne Leben, ich glaube, vielen ist das nicht bewusst. Daher ist es mir ein Herzensprojekt, Demokratie durch meine Arbeit und mein Ehrenamt zu stärken. Mir ist es ein Anliegen mich für Mitbestimmung und Gleichberechtigung einzusetzen, demokratische Grundwerte, die nie verloren, gehen dürfen. Ich wünsche mir, dass mehr Bürgerinnen und Bürger zu Wahl gehen und sich mehr Frauen für Politische Ämter aufstellen lassen.”
Franziska Stölzel
Engagierte Bürgerin
„Für mich ist Demokratie wichtig, weil es ein Leben interessanter Vielfalt ermöglicht. Unterschiedliche Ansichten und Denkweisen bilden das Fundament für viele gute Dinge, welche aus Diskussionen heraus entstehen. Eine ausgewogene Streitkultur, das Akzeptieren unterschiedlicher Meinungen bzw. Ansichten und Kompromissbereitschaft sind wesentliche Eigenschaften in (m)einem demokratischen Leben.”
Marko Weber-Schönherr
Geschäftsführer
„Demokratie bedeutet für mich meine Rechte wahr zu nehmen. ICH GEHE WÄHLEN! Nichtwählen ist nicht neutral. Wer nicht wählt wird nicht gehört. Wahlen sind wichtig, weil ich mitentscheiden möchte welch Politik gemacht wird. Die Mehrheit entscheidet.”
Jana Haradinaj
Engagierte Bürgerin
„Demokratie ist für mich gelebter Mitbestimmung und der Einsatz für Gerechtigkeit – für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dabei sind Integration und Vielfalt essenzielle Grundlagen für eine wirtschaftliche und soziale Entwicklung, die unsere Stadtgesellschaft seit jeher stärken.“
Uwe Mühle
Engagierter Bürger
„Demokratie ist für mich, wenn Alle eine Stimme haben. Demokratie ist für mich zuhören, diskutieren, Kompromisse finden und akzeptieren, dass manchmal die Mehrheit anders denkt als ich. Demokratie ist für mich die anspruchsvollste und zugleich einfachste Staatsform, die es derzeit gibt. Ich habe erlebt, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist. Demokratie ist für mich ein Geschenk, das ich von der Generation meiner Eltern bekommen habe. Und je älter ich selbst werde, umso mehr verstehe ich, dass es ein Geschenk ist, um das ich mich kümmern muss und dass es ein Geschenk ist, bei dem mir dieses Kümmern richtig Spaß macht. Demokratie ist mitmachen. Sie sind herzlich dazu eingeladen.”
Katja Dietrich
Oberbürgermeisterin
„Demokratie ist zunächst unsere Staatsform. Aus meiner Sicht findet wirklich gelebte Demokratie aber zuallererst im alltäglichen Zusammenleben statt, z.B. durch die vielen engagierten Menschen in Vereinen und Initiativen. Sie sollte geprägt sein vom respektvollen Umgang miteinander und mit anderen Meinungen. Zur Demokratie gehört aber auch, sich undemokratischen, herabwürdigenden Äußerungen entgegen zu stellen. Wir haben seit über 30 Jahren die Möglichkeit, Einfluss auf die Zusammensetzung der Parlamente und damit auf die Mehrheitsverhältnisse zu nehmen. Das sollten wir, bei aller Kritik an oft schlecht kommunizierten Kompromissen, auch wahrnehmen.”
Bernd Frommelt
Stadtrat Weißwasser
„Als Geschäftsführer eines Pflegeunternehmens stehe ich für das Recht jedes Einzelnen, sich für seine Werte und Überzeugungen einzusetzen und dabei auch das Mittel der Demonstration zu nutzen, solange dies im respektvollen Rahmen geschieht. Es ist essenziell, sich klar von extremistischen Äußerungen zu distanzieren, doch sehe ich dies zugleich als Anstoß zu einem konstruktiven Dialog. Die Politik ist nun gefordert, wertschätzend zuzuhören und handlungsorientierte Schlüsse zu ziehen. In meiner Rolle als Arbeitgeber und Sozialunternehmer erkenne ich die Vielfalt an Meinungen an und betone, dass unser gemeinsames Ziel die Sicherstellung der Versorgung und das Schaffen von Grundlagen für ein gutes Miteinander sein muss, über Gräben hinweg.“
Mathias Krause
Geschäftsführer
„Ich bin an der Pfälzischen Weinstraße aufgewachsen und arbeite und lebe die zweite Hälfte meines bisherigen Lebens in der Lausitz. In meinem beruflichen wie auch privaten Alltag erfahre ich, was meine Gesprächspartner gerade umtreibt. Während des Studiums und auf Reisen bin ich Menschen aus aller Welt begegnet und habe gelernt, dass sie sich nicht in Schubladen einsortieren lassen. Auch habe ich gelernt, dass es oftmals nicht die eine Wahrheit gibt, sondern die Dinge häufig vielschichtig sind. Deshalb wünsche ich mir Aufmerksamkeit und Achtsamkeit im Umgang miteinander und Respekt voreinander und der Meinung des Andersdenkenden. Politik gemacht wird. Die Mehrheit entscheidet.“
Daniel Kästel
Wirtschaftsprüfer
„Demokratie eröffnet jedem Menschen Spielräume der Selbstverwirklichung. Er kann sich äußern und einbringen sowie mitgestalten. Dabei sind Grenzen einzuhalten, die das Gesetz bestimmt. Darüber hinaus sind jegliche Äußerungen und Handlungen, die Menschen einschüchtern sollen oder gar gefährden ohne Nachsicht zu verurteilen und mit gesellschaftlicher Verachtung zu belegen. In meinen bisherigen mehr als fünfzigjährigen vielfältigen Berufs- und Ehrenamtstätigkeiten begegnen mir unterschiedlichste Meinungen nebst Ansichten. Diese durch Aushandeln in tragfähige Kompromisse münden zu lassen, zeichnet unsere Demokratie aus. Sie ist nicht starr sondern trägt Prozesscharakter und kann sich immer weiter entwickeln, wie wir Menschen es auch vermögen.”
Frank Schwarzkopf
Engagierter Bürger
„Für mich sind in einer Demokratie nicht nur die Rechte, sondern auch die Pflichten der Bürger von entscheidender Bedeutung. Es ist wichtig, nicht nur seine demokratischen Rechte wahrzunehmen, sondern sich auch aktiv zu informieren, Verantwortung zu übernehmen und sich für das Gemeinwohl einzusetzen. Das Besondere an der Demokratie ist für mich, dass sie sich durch regelmäßige Wahlen ständig verändert, um das Wohl der Gesellschaft zu fördern.”